Samstag, 25. Februar 2012

Projekt.

Ich mache ja eine berufliche Ausbildung zur foto- und medientechnischen Assistentin an einer staatlichen Berufsschule und habe nun zu meinen bisherigen Fächern wie zum Beispiel Foto-, Bildaufnahme- und Bildverarbeitungstechnik ein neues dazubekommen: "Projekt".

Wir haben als Klasse das Thema "interessante, bedeutende Gebäude" bekommen und haben nun einige Monate Zeit jeder für sich das Thema fotografisch umzusetzen. Heisst: erstmal muss sich jeder selber ein Gebäude suchen und kurz und knapp vorstellen. Ich hab an ein heruntergekommenes "Geisterhaus" gedacht, etwas Sagenumwobenes, Mystisches, das man gut in Szene setzen kann. Die Bilder werden benotet, aber wir haben keine exakten Vorgaben, man muss also technisch zum Beispiel nicht unbedingt wie bei der Architekturfotografie vorgehen (stürzende Linien blablabla... ) - schonmal sehr gut!
Aber das ist nur einer von drei Teilen aus denen sich das Fach zusammen setzt... wir müssen auch einen schriftlichen Teil einreichen: die Geschichte hinter dem Haus, Interviews, historische/architektonische/etc. Fakten (...), der einen vorgegeben Seitenumfang einhalten muss. Herausforderung dabei: der Text muss nicht den gesamten Background des Hauses abdecken, aber er muss selbst erarbeitet sein, also nicht aus anderen Texten oder dem Internet zusammenkopiert sein; sprich: Archive einsehen, Menschen interviewen, Vermessen, whatever! Das Ganze muss dann noch in InDesign grafisch ansprechend gesetzt, gedruckt und gebunden werden. Besonders für Recherche, Layout, Beratung, Fragen, Anregung stehen drei ausgewählte Lehrer bereit. Es ist also quasi freies Arbeiten unter Aufsicht. Aber vorallem in der Freizeit.
Dritter Teil wird dann eine Präsentation (Powerpoint, Kurzfilm, etc.) des Themas, der Arbeit dahinter und der Fotos vor Publikum. Das wird wahrscheinlich das Schlimmste für mich!
Für jeden Teil gibt es eine Note, der Schnitt ergibt die Gesamtnote. Ich weiß nicht, ob sich Jeder vorstellen kann wie viel Arbeit tatsächlich dahinter steckt und wie viel Zeit das Ganze frisst, aber hey: ich hab Bock!

Mein Gebäude muss ich nun eben bald meinen Lehrern vorstellen, aber ich hab mich noch nicht entschieden. Meine Eltern wohnen ja an der Ostsee und da gibt es ein altes, neobarockes Gutshaus, das jetzt von einer alternativen Wohngemeinschaft bewohnt wird, aber relativ runtergerockt ist und eine spannende Geschichte hat, die das gesamte Dorf kennt: es soll sich ein junges Mädel umgebracht haben, die von ihrem Mann sehr schlecht behandelt wurde. Seitdem soll keine Beziehung mehr halten in dem Dorf (empfinden die Leute wohl wirklich so...) und ich könnte quasi alle Dorfbewohner befragen und meine Mutter kennt auch die Hausbewohner.

via gutshaeuser.de
Das Problem dabei ist, dass ich in Freiburg wohne. Das Haus befindet sich also ca 1200km von mir entfernt (und das innerhalb Deutschlands....), also nicht unbedingt der Ort, an den ich mal schnell fahren kann. Recherchieren und Fotografieren könnte ich zum Großteil nur dann, wenn ich gerade bei meinen Eltern bin, hmmm.

Was meint ihr? Habt ihr vielleicht eine Idee für ein spannendes Gebäude mit Background? Kann natürlich auch ein modernes oder ein total ausgefallenes sein.

Kommentare:

  1. http://fudder.de/artikel/2011/04/30/das-geisterhaus-auf-dem-schauinsland-vom-hotel-zur-bauruine/

    hier in hofsgrund, ca. 20 autominuten von der innenstadt entfernt :) falls du diese info überhaupt noch brauchst, aber für zukünftige fotoprojekte steht das hotel jedenfalls immer offen..;)

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    1. wow das klingt ja total spannend, auf jeden Fall ein Gebäude mit Background. Ich hab mich aber mittlerweile entschieden, allerdings kann ich mir das Grundstück auch sehr gut als Fotolocation vorstellen, danke!

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